Laufmagazin - Doping
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Natural Power! Popeye setzt auf Spinat, statt Pharma und Chemie!

Doping - das düstere Kapitel beim Laufen, Radfahren, Ausdauersport
Copyright für alle Beiträge und Fotos: Herbert Steffny
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Gehaltvolle Doping-Worte...:

  • "Ich kenne unsere Tests. Da ist es nahezu unmöglich, etwas Verbotenes zu machen."
    (Doping-positiver Patrik Sinkewitz im Interview vor der Tour de France 2007)
  • "Ist ein Wonderbra nicht auch schon Doping? Du täuschst vor, was du nicht hast."(Stabhochspringer Tim Lobinger aus seinem ganz speziellen Blickwinkel)
  • "Ich verhindere, dass die Radprofis an Blutarmut erkranken" (Dr. Eufemiano Fuentes, dem es offenbar nur um die Gesundheit der Sportler ging...)
  • "Wer immer noch nicht eins und eins zusammenzählen kann, was im Radsport los war, dem kann ich nicht helfen." (Jan Ullrich in Sport-Bild zur Radsportvergangenheit)
  • "Ich denke, dass alle, die da mitfahren, sauber sind. Und zwar deswegen, weil die Kontrollen so umfassend sind. Deswegen sage ich: Der Radsport ist eine der saubersten Sportarten, weil es so viele Kontrollen gibt." (nochmals Jan Ullrich in Eurosport/Yahoo Interview zur Tour de France 2009)
Doping Spritzensport - Foto Copyright: www.herbertsteffny.de
Spritzensport?
Soll ein Jugendlicher fragen:
"
Was soll ich trainieren?"
oder:
"Was soll ich schlucken?"
Foto, Copyright: H.Steffny


Toursieger LeMond: Armstrong war das Schlimmste, was dem Radsport passiert ist (17.7.2010)

Lance Armstrong beim New York Marathon - Foto, Copyright: www.herbertsteffny.de
Grimmig beim New York Marathon, auch die letzten Enthüllungen werden Lance Armstrong nicht erfreuen...
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)

Um die von manchen immer noch heroisch hochgehaltene "Legende" Lance Armstrong wird es nicht nur bei der diesjährigen Tour de France immer enger. Eurosport gibt ihm bis heute seinen "Planet Armstrong" Sendeplatz und immer noch haben zahlreiche Fans des in jeder Beziehung offenbar knallharten Powerpedaleurs die gelben Armbändchen seiner wohl zu Tränen und Sympathien rührenden Krebsstiftung am Handgelenk. Die Nervosität des Texaners steigt aber offenbar: fünf Stürze bereits, Kapitänsamt im Team Radio Shack verloren und der Amerikaner fährt weit hinter seinem sportlichen Anspruch hinterher. Im einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung unterstellte nun der dreimalige Tour de France Sieger Greg LeMond (1986, 1989 und 1990) Armstrong erneut Doping und sprach von mafiösen Strukturen im Radsport. Auch den Welt-Radsport-Verband UCI bezichtigte der Amerikaner der Mittäterschaft. "Lance Armstrong war das Schlimmste was dem Radsport passiert ist." Greg LeMond soll demnächst vor Gericht in den USA zum Fall Floyd Landis aussagen. Dieser hatte von systematischem Doping im früherem US-Postal-Team berichtet. Armstrong und LeMond liegen sich in den Haaren, seit Letzterer dem Texaner wegen der Zusammenarbeit mit dem italienischen Doping Mediziner Michele Ferrari kritisiert hatte.

LeMond will zudem von Zahlungen in Höhe von 500.000 Dollar Armstrongs an den UCI wissen, viel mehr als die nach journalistischer Recherche und der Aussage von Floyd Landis vom Verband mühsam eingestandenen 125.000 Dollar. Die UCI soll Armstrong bei Dopingvorwürfen nicht verfolgt haben, ihm sei eine Sonderbehandlung zugekommen. So soll er nach seinem ersten Tour Sieg 1999 einen "Deal mit der UCI" gemacht haben und so konnte Armstrong ein Attest nachreichen. "Armstrong wird es erwischen, da bin ich mir sicher, er ist Geschichte!" so LeMond. Armstrong überzieht diesesmal auch nicht seine Widersacher mit Klagen wie früher, denn jetzt sei es die Wahrheit, was Landis sagt. Alle Anwälte und Armstrong selbst wüßten es. LeMond betonte, dass er selbst nie gedopt habe, aber wenn er in den Neunzigern Profi gewesen wäre, könnte er für sich nicht ausschließen, dass er es auch getan hätte. Armstrong soll sogar, um den Ruf von LeMond zu schädigen, 300.000 Dollar für denjenigen ausgelobt haben, der bezeugen könnte, dass dieser auch EPO genommen habe. Es hat sich aber ofenbar niemand gemeldet. Mit so einem schlimmen Schmierentheater demontiert sich der Profi-Radsport natürlich weiter. (Quelle: u.a. Sueddeutsche.de, Eurosport)


Armstrong im Visier der Dopingfahnder - US-Behörden ermitteln wegen Betrug (27.5.2010)

Nach den Doping Vorwürfen durch den ehemaligen Teamkollegen Floyd Landis gerät der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong mehr und mehr unter Druck. Die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA hat angekündigt, Landis' Anschuldigungen nachzugehen. Die UCI hielt inzwischen mehrere nationale Verbände um die Einleitung von Untersuchungsverfahren gegen von Landis beschuldigte Personen an. Auch die US-Behörden erwägen offenbar, die Ermittlungen gegen Lance Armstrong wegen Betrugs und Verschwörung auszuweiten. Offenbar geht es darum inwieweit Sponsorengelder in der Zeit zwischen 1996 und 2004 für die Beschaffung von Dopingmittel ausgegeben wurden. Zudem bestehe der Verdacht, dass von der Tour de Suisse positive Tests vertuscht worden seien, wie der Tour de France Sieger 2006 Floyd Landis behauptet hatte. Damit beschuldigte er indirekt einige seiner Ex-Kollegen wie Armstrong, David Zabriskie und Levi Leipheimer, während ihrer Zeit beim Team US Postal gedopt zu haben. Laut Landis hat Armstrong ihm erzählt, er sei bei der Tour de Suisse 2002 "positiv auf Epo" getestet worden und habe dann ein "finanzielles Abkommen" mit dem damaligen UCI-Chef Hein Verbruggen geschlossen, um den Test verschwinden zu lassen. Am Dienstag war bekannt geworden, dass die UCI 2005 eine drei Jahre zuvor vereinbarte 100.000 Dollar Spende von Armstrong erhalten hatte, angeblich zur Dopingbekämpfung. Das wäre natürlich eine zynische Lachnummer! Der dann allerdings als Mitwisser und Mittäter selbst involvierte Rad-Weltverband UCI hat die Vorwürfe gegenüber Lance Armstrong sowie weiteren Fahrern erneut zurückgewiesen. (Quelle: u.a. Focus, Financial Times, sid, dpa)


Tour Sieger Floyd Landis gesteht umfassendes Doping und und belastet Armstrong (20.5.2010)

Alle Jahre wieder, Giro d'Italia und Tour de France - es hagelt wieder Doping Geschichten und keiner zweifelt daran... Den Reigen eröffnete nun der Tour Sieger von 2006 Floyd Landis, einer der es wissen muss, aber bisher wie branchenüblich alles leugnete. Und nun wissen wir was wir schon gewußt haben.... und vielleicht doch noch ein bisschen mehr! Landis wurde damals nach seinem Sieg bei der Tour de France des Testosteron-Dopings überführt und für zwei Jahre gesperrt. Der US-Amerikaner beteuerte stets seine Unschuld, gab Unsummen für Prozesse aus und erlitt im Juni 2008 vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS aber dann eine endgültige Niederlage. Nun hat der 34-Jährige in E-Mails an Radsport-Verbände und Anti-Doping-Beauftragte ein umfassendes Doping-Geständnis abgelegt und neben George Hincapie, Levi Leipheimer und Dave Zabriskie vor allem den siebenmaligen Tour-Sieger Lance Armstrong belastet zu verbotenen Mitteln gegriffen zu haben. So habe er die Notwendigkeit von Doping mit Armstrong besprochen und in seiner Wohnung Blut transfundiert. Das Blut sei in geheimen Kühlschränken aufbewahrt worden. Auch die Verbands-Funktionäre kommen nicht gut weg. Sie sollen ebenfalls Doping betrieben bzw. daran beteiligt gewesen sein. Landis, der 2002 bis 2004 der Edel-Domestike für Tour-Sieger Lance Armstrong beim Team US Postal war, gestand in dieser Zeit und danach bei Phonak (2005 und 2006) mit Epo, Testosteron, Wachstumshormonen und Bluttransfusionen gedopt zu haben. Außerdem bezichtigte er den Hintermann von Armstrong den Belgier Johan Bruyneel. Dieser habe ihm erklärt, wie man Steroide, Blutdoping und Wachstumshormone richtig einsetze. Bruyneel ist noch heute Teamchef der Armstrong-Equipe RadioShack. „Ich will mein Gewissen bereinigen und nicht mehr Teil des Problems sein. Die Verjährungsfrist für viele Dinge, die ich weiß, endet im nächsten Monat“, sagte Landis nun reumütig dem US-Sportsender ESPN in einem Telefoninterview. „Wenn ich jetzt nichts sage, hat es keinen Sinn, jemals etwas zu sagen.“ Laut den Statuten des Weltverbandes UCI verjährt Doping nach acht Jahren. Mit großem Unverständnis hat eigenartigerweise ausgerechnet der Weltradsportverband auf das Doping-Geständnis reagiert. UCI-Präsident Patrick McQuaid befürchtet einen neuen Imageverlust für seinen Verband (kann man da eigentlich noch Image verlieren?) "Seine Glaubwürdigkeit ist gleich Null. Er will Rache üben, das ist doch offensichtlich", so der Funktionär. (Quelle: u.a. Focus, Welt, Tagesschau.de)

Ps.: Hallo Radsportfreunde!

Ich fahre über Pfingsten mit dem Rennrad durch die Gegend und schaue mir lieber die Landschaft als die Hormonmonster beim Giro d'Italia an. Sollen sie sich doch in Eurosport gegenseitig ereifern und beweihräuchern.... da bekommt Lance Armstrong seit Jahren seine eigene Plattform "Planet Armstrong" - ohne mich. Macht Ihr mit? ;-))

Greift Österreich nun mit harten Dopingstrafen durch? (16.11.2009)

Die österreichische Justiz möchte nach zahlreichen Dopingskandalen (Radprofi Bernhard Kohl, Triathletin Lisa Hütthaler, Marathonläuferin Susanne Pumper) im österreichischen Sport jetzt durchgreifen. Doping von Sportlern soll in Zukunft unter gewissen Voraussetzungen als schwerer Betrug nach dem Strafgesetz geahndet und kann eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren zur Folge haben. Sportminister Darabos und Justizministerin Bandion-Ortner präsentierten einen entsprechenden Gesetzentwurf, der zum 1.Januar 2010 in Kraft treten soll. Außerdem wurden Verschärfungen des Anti-Doping-Gesetzes beschlossen. Das Parlament muss der Vorlage aber noch zustimmen.

Europameisterin Sureyya Ayhan als Wiederholungsdoperin lebenslang gesperrt (12.11.2009)

Der Schuss ging nach hinten los! Die Türkin Sureyya Ayhan ging vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS), um gegen eine Entscheidung des nationalen Verband vom letzten Jahr vorzugehen. Nun hat der CAS in Lausanne die in letzter Entscheidung ausgesprochene vierjährige wieder in eine lebenslängliche Sperre zurückverwandelt. Die Europameisterin von München 2002 und Vizeweltmeisterin 2003 über 1.500 Meter ist wegen wiederholtem Dopings vom türkischen Verband zuerst lebenslänglich, dann aber nur für vier Jahre gesperrt worden. Die bereits von 2004 bis 2006 wegen Dopings gesperrte Mittelstrecklerin ist im September 2007 in den USA erneut positiv getestet worden. Die heute 31-Jährige glaubte an eine Verschwörungstheorie und mutmaßt, dass man ihr wohl etwas ins Getränk oder Essen gemischt habe. 2004 wurde die Türkin bereits gesperrt, da sie der Welt-Doping-Agentur Fremdurin abgegeben hatte. Die zweijährige Sperre gegen ihren Trainer und Ehemann Yucel Kop wurde dagegen vom CAS aufgehoben, da ihm keine Mitschuld nachzuweisen war.

Andre Agassis späte Doping-Beichte ein Promo-Aktion? (28.10.2009)

Der 2006 zurückgetretene Gewinner von acht Grand-Slam-Titeln und Olympiasieger von Atlanta 1996 Andre Agassi hat nach eigenen Angaben während einer sportlichen Krise 1997 das Aufputschmittel "Crystal Meth" (Methamphetamin) zu sich genommen. Das geht aus einem Vorabdruck seiner Autobiografie "Open" in der britischen Zeitung "The Times" hervor. Der Besitz der Droge kann in den USA mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Der 39-jährige US-Amerikaner und seit 2001 Ehemann von Steffi Graf habe durch eine Lüge eine Dopingsperre verhindert. Nachdem ein Dopingtest bei ihm positiv ausgefallen war, habe er den Verantwortlichen der Profi Tennisspieler Oranisation ATP erzählt, die Droge versehentlich in einem Drink zu sich genommen zuhaben. Man entschied damals gegen eine Sperre. Seltsam, das wäre in der Leichtathletik nicht möglich. Gab es hier einen Prominenten-Bonus? Anders erging es der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Martina Hingis 2007, der in Wimbledon Kokain-Konsum nachgewiesen wurde. Trotz Bestreitens der Einnahme wurde die Schweizerin für zwei Jahre gesperrt. Vielleicht ist Agassis ehrliche Beichte auch eine Marketing Aktion. Das Buch wird am 9. November in den USA erscheinen. Kürzlich promotete die Gruppe "Tokio Hotel" ihre neu erscheinende CD mit einer Drogenbeichte...


Jan Ullrich - laut BKA 24-mal bei Dr. Fuentes für 80.000 Euro (20.10.2009)

Die Wahrheit kommt im Dopingfall Jan Ullrich häppchenweise weiter ans Licht. Laut Daten des Bundeskriminalamts BKA, die dem SPIEGEL Magazin zugespielt wurden, besuchte der Profi Radler zwischen 2003 und 2006 den spanischen Doping Arzt Dr. Fuentes 24 mal in Madrid. Zudem habe er 80.000 Euro auf ein Konto des Arztes überwiesen. Man wird dabei wohl kaum über Ullrich chronische Übergewichtsprobleme gesprochen und diese Beratung so hoch entlohnt haben. Die bei Dr. Fuentes vorgefundenen Blutbeutel des Tour de France Siegers sind wohl auch kaum als Vorsichtsmaßnahme zu deuten, falls Ullrich in Spanien einen Unfall erleiden würde und Blutkonserven benötigen sollte. Der Schweiger Ullrich, der das Pech gehabt hatte, als einer der wenigen seiner Berufskollegen in Spanien erwischt worden zu sein, äußerte sich nun auf seiner Homepage dazu unter der Rubrik: "Alte Vorwürfe aufgewärmt". Er würde aber zu gegebener Zeit seine Sicht der Dinge erläutern. Ullrich hatte schon vor einiger Zeit die Veröffentlichung eines Buches angekündigt. Man darf gespannt sein... wenn der Radler sich beim Schreiben nicht beeilt, wissen wir schon alles, und finden in dem Druckwerk nichts Neues.


Ex-Radprofi Frank Vandenbroucke an Lungenembolie gestorben (19.10.2009)

Der frühere Radprofi Frank Vandenbroucke, der vor einer Woche tot in einem Hotelzimmer im Senegal aufgefunden worden war, ist an einer beidseitigen Lungenembolie gestorben. Zudem stellte der obduzierende Arzt Isido Boye fest, dass der erst 34-Jährige an Herzprobleme gelitten habe. Am Unterarm des Belgiers fand er zudem Einstichstellen. Eine weitere toxikologische Untersuchung könne aber nur zeigen, ob sein Tod im Zusammenhang mit Drogenmissbrauch stand. Der bekennende Doper gestand im Februar 2009 im Magazin "Che", dass er bei seinem Sieg beim Frühjahrsklassiker "Lüttich- Bastogne-Lüttich" 1999 (u.a. mit Epo) gedopt habe. Das war damals nicht neu, denn das gab er auch schon 2007 in seiner Autobiografie „Ich bin nicht Gott“ zu. Interessant ist der Aspekt wie der Belgier (und offenbar auch andere Athleten wie Jan Ullrich) diesen Betrug und Dopingverstoß selbst sah: Er habe sich dabei keinen Wettbewerbsvorteil verschafft, da er 100-prozentig sicher sei, dass er nichts anderes nahm als der Zweite, Dritte, Vierte und Fünfte. (Zweiter und Dritter waren damals die Niederländer Michael Boogerd and Maarten den Bakker). Ein Großteil der Konkurrenz hätte mit den gleichen Waffen gekämpft. Insofern habe es sich um ein ehrliches Rennen mit einem ehrlichen Resultat gehandelt, so der Belgier, der während seiner Aktivenlaufbahn mehrfach als Dopingsünder entlarvt wurde oder auch wegen Dopingbesitzes angeklagt wurde. Weiterhin wertet er die Fahrer, die damals neue Dopingmittel ausprobierten, als „Pioniere“. Er galt schon zu seiner sportlich besten Zeit als „Enfant terrible“. Im Juni 2007 beging der Radfahrer einen Selbstmordversuch mit einer Überdosis Schlaftabletten. Er litt an Depressionen, wurde zur einer psychiatrischen Behandlung zwangseingewiesen. 2008 gab es polizeiliche Ermittlungen gegen Vandenbroucke, da er im Zusammenhang mit einem Drogendealerring genannt wurde. Einer der "Pioniere" ist nun von uns gegangen.


Berglaufweltmeisterin Elisa Desco aus Italien EPO gedopt (8.10.2009)

Die italienische Berglauf-Weltmeisterin Elisa Desco ist bei ihrem Titelgewinn vor einem Monat im italienischen Campodolcino gedopt gewesen. Das teilte der italienische Leichtathletik-Verband FIDAL mit. Den Angaben zufolge fiel das Ergebnis von Elisa Descos Dopingkontrolle nach ihrem Gewinn bei der WM-Premiere der Bergläufer positiv aus. Die Gazzetta dello Sport berichtete, dass die Dopingfahnder bei der 27-Jährigen das Epo-Präparat Cera nachweisen konnten. sid


Musikprofis Tokio Hotel zugedröhnt - Radprofi Dekker gedopt (30.9.2009)

Heute zweimal Videotext - einmal hui, einmal pfui! Verkehrte Welt!?? Im Pop-Geschäft sind Drogen eher eine pubertäre Durchgangsstation oder sie dienen als Kompensation oder wohlwollend als kreative Fluchtburg für Künstler. Die stressgeplagten Stars kiffen und saufen sich zu und sind trotzdem Vorbilder für die Jugend und werden trotz ihres keineswegs wenig vorbildlichen Lebenswandels sogar noch prämiert. Bekanntes aktuelles Beispiel: die Skandal-, Drogen- und Saufnudel Amy Winehouse wurde mit dem Grammy Award belohnt. Nun hat sich auch Tokio Hotel geoutet. Die Rasta- bis Manga-frisierten postpubertären Teenie Stars um Tom und Bill Kaulitz gaben zu auch schon mal Drogen genommen zu haben. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass ihre neue CD erscheint. Solch verruchte Geschichten sind im Pop-Business nicht von Nachteil - im Gegenteil, es kurbelt das Geschäft eher an. Arme Janis Joplin, armer Jimi Hendrix, armer Michael Jackson ihr tragischer früher Drogentod machte sie nur noch berühmter. Ganz anders im Sport. Radprofis wie der nun geständige Thomas Dekker, Leichtathleten und Co. sollen ebenfalls Vorbilder für den Nachwuchs sein, aber wehe, wenn sie zu Drogen, Aufputschmitteln oder Anabolika greifen. Das versaut - wenn man erwischt wird - das Geschäft. Konsequenz: Sperre, vorübergehendes oder endgültiges Berufsverbot, Ächtung. Das ist auch in Ordnung so, nur bei den Musik- und Sportstars wird offensichtlich mit unterschiedlichem Maß gemessen.

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