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Ergebnisse Langstrecken EM Barcelona (27.7.-1.8.2010)

Special: Ausführliche Vorberichte, Statistiken, Meinungen und Ergebnisse 10.000m und Marathon

Afrika Meisterschaften mit schnellem 10.000 Meter Rennen (28.7.2010)

Bei den 17. Afrika Meisterschaften im Nyao Stadion in Nairobi trumpften vor 20.000 Zuschauern die Kenianer beim Heimspiel gegenüber ihren äthiopischen Erzrivalen ein weiteres Mal kräftig auf. Der 23-jährige Wilson Kiprop siegte in für die Höhe von 1.624 Metern ausgezeichneten 27:32,91 Minuten knapp vor dem Ugander Moses Kipsiro, der hierzulande u.a. schon als Silvesterlaufsieger von Trier bekannt wurde. Beide sind Freunde und trainieren zusammen in Eldoret im Hochland von Kenia. Kiprop gewann 2009 auch den Euro-Crosslauf im luxemburgischen Diekirch. Auch die Bronze Medaille ging mit Geoffrey Mutai an einen Kenianer. Beide Kenianer sind übrigens im Hauptberuf Marathonläufer (Mutai lief in Rotterdam im Frühjahr sensationelle 2:04:55 Minuten), was wieder einmal zeigt, dass hohe Umfänge in der Vorbereitung auch im 10.000 Meter Training - richtig dosiert - zum Erfolg führen. Die äthiopische Hoffnung Sileshe Sihine stieg nach 7.000 Metern verletzt aus.

Ergebnisse 10.000m Männer::
1. Wilson KIPROP KEN 27:32.91
2. Moses Ndiema KIPSIRO UGA 1986 27:33.37
3. Geoffrey MUTAI KEN 27:33.83
4. Mathew KISORIO KEN 27:56.71
5. Yakob JARSO KINTRA ETH 1988 28:20.66
6. Stephen KIPROTICH UGA1989 28:33.85
7. Fabian JOSEPH TAN 1985 28:40.53
8. Teklemariam MEDHIN ERI 1989 28:50.63
9. Bernard BIZIMANA BDI 1986 30:01.78
10. Daudi JOSEPH TAN 30:06.22
11. Goumaneh OMAR DOUALEH DJI 31:53.08

Leichtathletik DM Braunschweig - Favoritensiege für Uliczka und Mockenhaupt (17.7.2010)


Den dritten Titel zum Geburtstag! Steffen Uliczka siegt überlegen beim 3.000m Hindernis Lauf.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)

Am ersten Tag der 110. Deutschen Meisterschaft in Braunschweig siegte Steffen Ulizca in einem nur auf Sieg gelaufenen Rennen überlegen auf der 3.000 Meter Hindernis Strecke in 8:38:30 Minuten und holte sich damit an seinem Geburtstag seinen dritten deutschen Meistertitel. Der Tübinger Filmon Girmai, der ein ernsthafter Konkurrent hätte sein können, setzt morgen auf den 5.000 Meter Lauf, das Ausscheidungsrennen für den letzten noch freien Platz über 10.000 Meter. Kurioserweise bog nach einer Runde der in Führung liegende Leif Schröder-Grönefeld am ersten Wassergraben nicht nach innen ein. War es Unerfahrenheit oder mangelnde Konzentration, er folgte dem Stadionoval weiter auf der 400 Meter Bahn. Ein Ordner machte ihn in Höhe des Wassergrabens auf seinen Irrtum aufmerksam, er lief daraufhin quer zurück zum Graben, nahm Anlauf und übersprang dann regelkonform weit hinter der Konkurrenz das Hindernis. Es blieb ihm letztlich nur der vorletzte Platz.

1. Steffen Uliczka 8:38,29
2. Felix Hentschel 8:46,38
3. Stephan Hohl 8:48,45

Sabrina Mockenhaupt, die Kleinste aber klare Favoritin im Feld der 5.000 Meter Läuferinnen, ging bereits nach 200 Metern in Führung. Lediglich Simret Restle aus Kassel setzte sich an ihre Fersen. Mocki, die in Barcelona bei den Europameisterschaften die längere 10.000 Meter Strecke laufen wird, konnte schließlich bei 2.700 Meter Simret Restle abschütteln und spulte dann 74er bis 75er Runden herunter, offenbar wollte sie ihr 10.000 Meter Tempo für Barcelona nochmals antesten. Mit einer 67,37 Sekunden Runde siegte sie überlegen in 15:36,17 Minuten. "Die letzten 1.000 Meter bin ich noch mal richtig gerannt. Diese Woche habe ich noch hart trainiert. Seit Mai bin ich bei wenigen Wettkämpfen super im Training und ich will mal zeigen, dass ich auch ernst machen kann." so die Siegerländerin, die ihren neunten deutschen Meistertitel erlief, im Interview. Nach den EM stehen für Mocki der Berlin Marathon an. Simret Restle wurde noch klare Zweitevor Veronika Pohl und Christina Kröckert.

1. Sabrina Mockenhaupt 15:36,17
2. Simret Restle 16:09,23
3. Veronica Pohl 16:24,95

Am zweiten Tag sicherten sich über 5.000 Meter der in einem langen Spurt siegreiche (13:52,03 Minuten) Tübinger Arne Gabius die Fahrkarte nach Barcelona, ebenso wie sein Vereinskollege, der Zweite Filmon Ghirmai (13:53,43 Minuten). Letzterer allerdings über 10.000 Meter, denn die DM galt dafür als Ausscheidungsrennen zwischen dem Tübinger und Musa Roba-Kinkal, der zwar in Bestzeit, aber nur Fünfter wurde.Europameister Jan Fitschen, der über 5.000 Meter als Vierter einkam und Christian Glatting (beide TV Wattenscheid) sind bereits für 10.000 Meter qualifiziert.

1. Arne Gabius 13:52,03
2. Filmon Ghirmai 13:53,43
3. Philipp Pflieger 13:54,03
4. Jan Fitschen 13:55,16
5. Musa Roba-Kinkal 13:57,35


Sandra Wallenhorst gewinnt zum zweiten Mal den Ironman Frankfurt

(von Herbert Steffny aus Frankfurt - 4.7.2010)


Zweiter Sieg! Sandra Wallenhorst in Jubelpose auf dem Römer.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)

She did it again! Sandra Wallenhorst aus Hannover wiederholte Ihren Vorjahressieg und wurde damit zum zweiten Mal auch Ironman Europameisterin. Die 37-jährige Juristin hatte als relativ schlechte Schwimmerin durch das Neopren Verbot (zu hohe Wassertemperatur im Langener See) Nachteile und stieg mit über neun Minuten Rückstand auf die schnellste Schwimmerin Katja Konschak als Siebte aus dem Wasser. "Am dem Fischigen muss ich noch arbeiten," so Wallenhorst später bei der Pressekonferenz. Zweite war zu diesem Zeitpunkt schon mit sechs Minuten Vorsprung auf Sandra die Schweizerin Caroline Steffen. Die 28-Jährige gewann im Vorfeld mehrere Vorbereitungs-Triathlons und galt für viele als die Favoritin. Mit einer exzellenten Radleistung auf der fünf Kilometer verlängerten Strecke (!) konnten beide den Abstand zueinander gleich halten und sich nach vorne schieben. Schneller als die beiden Kontrahentinnen war aber überraschend Diana Riesler, die hinter Caroline Steffen auf die Laufstrecke ging. Sandra Wallenhorst hatte zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei kurz vor Yvonne van Vlerken liegend den schnellsten Wechsel mit nur 48 Sekunden und kam nun mit 6:45 Minuten Rückstand zu ihrer Paradedisziplin dem Marathon.

Ausführlicher Artikel hier


Carsten Schlangen schafft EM-Norm - Bouabdellah Tahri mit Weltbestzeit (30.6.2010)

Bei einem Meeting in Metz / Frankreich unterbot Carsten Schlangen nach mehreren Versuchen endlich die EM-Norm von 3:37,00 Minuten über 1.500 Meter. Der Berliner lief als Sieger 3:36,67 Minuten. Exzellent lief der sich in einer bestechenden Form befindliche Franzose Bouabdellah Tahri über 3.000 Meter Hindernis. Bei einem Meeting in Nancy vier Tage zuvor lief er mit 5:13:47 Minuten bereits über die seltener gelaufenen 2.000 Meter Hindernis Weltbestzeit. Selbst Kenianer waren bisher nicht schneller. Nun erzielte er über die volle Distanz mit 8:03,72 Minuten eine Weltjahresbestzeit und ist damit klarer Favorit über die Hindernisse bei der EM


Trierer Stadtlauf - Afrikaner im Halbmarathon, Petra Maak über 10 Kilometer vorne (27.6.2010)


Petra Maak sorgte für den einzigen deutschen Sieg in Trier
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)


Verquerte Armarbeit - Mula Seboka aus Äthiopierin verpasste den Halbmarathon Streckenrekord knapp
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)


Der Trierer Florian Neuschwander lag bis zur der Hälfte noch in Front.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)


Römisch-mittelalterlicher Sightseeing Lauf in der ältesten deutschen Stadt
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)

von Herbert Steffny aus Trier

Sightseeing Lauf um römische Denkmäler

Spekulierte man am Vortag der 27. Auflage des Trierer Stadtlaufs in der Zeitung angesichts niedriger Preisgelder noch über mögliche einheimische Sieger, so standen zur Startzeit gegen 10.00 Uhr doch einige Afrikaner an vorderster Linie des Läuferpulks über Halbmarathon. Sie brachten wohl auch die Sonne mit und wer Trier kennt, weiß, dass es in der Weinbaumetropole im Moseltal, wenn es heiß wird auch so richtig heiß ist. Der Sommereinbruch brachte zum Glück keine Schwüle, so dass die Temperaturen von bis zu 27 Grad noch halbwegs erträglich waren. Bei meinen vier Siegen in den 80er Jahren erinnere ich mich lebhaft an nicht weniger als drei Hitzeschlachten. Leider ist mein Halbmarathon-Streckenrekord auch Vergangenheit, denn durch einen neuen Kurs verschwanden meine 63:35 Minuten aus den Annalen. Die Streckenführung ist immer noch eine einzigartige Sightseeing-Tour entlang der römischen und mittelalterlichen Monumente wie Porta Nigra, Kaiserthermen, Dom und Marktplatz.

Florian Neuschwander glänzte nur eine Runde

Beim Halbmarathon konnte der für den heimischen Post SV Trier startende Florian Neuschwander nur eine Runde an der Spitze glänzen. Nach einer Runde führte er sogar noch vor drei Afrikanern, als diese dann aber Ernst machten, musste er sich als Vierter in 1:10:16 Stunden mit der Rolle des schnellsten Weißen zufrieden geben. Vor ihm schnappte der meist im Pulk versteckt laufende Äthiopier Bane Tola in 1:06:34 Stunden den beiden Kenianern John Mutai (1:06:54) und Wilson Too (1:07:16) noch die Siegprämie in Höhe von mindestens drei äthiopischen Monatsgehältern vor der Nase weg. Als Fünfter jubelte der deutsche M40 Marathonmeister Dietmar Bier vom Stadtlauf Trier e.V. in 1:13:29 Stunden. Bei den Damen holte die Äthiopierin Mula Seboka in guten 1:12:55 Stunden den zweiten Titel für ihr Land und verpasste den Streckenrekord nur um 21 Sekunden. Auch hier blieb für Kenia mit Jane Barmao nur der zweite Platz, allerdings in gehörigem Abstand von über 10 Minuten (1:23:10 Stunden). Mit aufs Treppchen durfte noch Judith Olinger vom PSV Trier in 1:25:39 Stunden.

Seniorin Petra Maak siegt über 10 Kilometer

Über 10 Kilometer gelang der für TSV Dormagen startenden Petra Maak der einzige einheimische Sieg. Die frühere deutsche Marathonmeisterin läuft mittlerweile in der Altersklasse W45, aber immer noch elegant und erzielte für die Wärme eine gute Zeit von 36:57 Minuten. Dahinter kamen Vera Martens aus Frankfurt (38:49 Minuten) und die Trierer Nachwuchsläuferin Pia von Keutz (40:46 Minuten) auf die Ränge. Bei den Männern kam nicht wie erhofft der für Post Trier startende Carlo Schuff (31:56 Minuten) zum Erfolg, sondern der Belgier Omar Bekkali schnappte ihm in 31:54 Minuten den Sieg knapp vor der Nase weg. Die 16 Jahre alte Nachwuchshoffnung Dominik Werhan (ebenfalls Post Trier) wurde in 33:35 Minuten Dritter. Der Youngster erzielte erst drei Tage zuvor bei einem 3.000 Meterlauf in Troisdorf ausgezeichnete 8:34 Minuten, was schon fast an die Fabelzeiten eines Karl Fleschen aus den 70er Jahren erinnert, der mit 17 Jahren 1972 8:31,6 Minuten lief. Später stellte Fleschen u.a. den deutschen 10.000 Meter Rekord in 27:36,8 Minuten auf, den lediglich Dieter Baumann verbessern konnte.

Einer der ältesten deutschen Halbmarathons

Insgesamt beendeten den Halbmarathon in Trier, der zu den ältesten Wettkämpfen über diese Distanz in Deutschland gehört 553 Läufer. Über die 10 Kilometer Distanz gab es 1.046 Finisher. Im Rahmenprogramm fanden noch zwei 4,2 Kilometerrennen als Jedermanns- und als Firmenlauf statt, die zusammen über 400 Läufer ins Ziel brachten. Hinzu kam ein Jugendlauf über 1.800 Meter mit immerhin 355 Finishern und ein Bambinilauf über gut 400 Meter.

Arne Gabius knackt 5.000 Meter EM-Norm (10.6.2010)

Arne Gabius unterbot bei einem Meeting in Huelva / Andalusien in 13:31,86 Minuten als Siebter des Rennens knapp die EM-Norm über 5.000 Meter von 13:35,00 Minuten. Der Tübinger wurde vierter Europäer in diesem schnellen Rennen, das der Kenianer Josephat Menjo in 13:02,54 Minuten vor Kidane Tadesse aus Eritrea (13:11,85 min) und dem Spanier Jesus Espana (13:18,90 min) gewann. Beim gleichen Meeting musste sich die Weltmeisterin Marta Dominguez (9:17,07 min) über ihre Paradestrecke 3.000m Hindernis bis auf die Zielgerade vehement gegen die Portugiesin Jessica Augusto (9:18,54 min) wehren. Beim flachen 3.000 Meterlauf gewann die Spanierin Nuria Fernandez in guten 8:38,06 Minuten.

San Diego Marathon - Hattrick für Grumova (6.6.2010)

Der Kenianer Richard Limo kam beim Rock 'n' Roll Marathon in San Diego zu seinem ersten Marathonsieg. Der früherer 5.000 Meter Weltmeister nahm bei 34 Kilometern das Heft in die Hand und gewann in 2:09:56 Stunden. Für das Zielfoto blieb er sogar nach an der Linie stehen. Landsmann William Chebor kam dahinter in 2:10:15 Stunden als Zweiter ein. Der US-Amerikaner Nick Arciniaga kam als bester Weißer auf Platz drei und verbesserte sich um rund zwei Minuten auf 2:11:46 Stunden. Bei den Frauen lief die Russin Yulia Grumova ungefährdet zu ihrem dritten Sieg in Folge in 2:27:42 Stunden, fünf Sekunden langsamer als letztes Jahr, als sie persönliche Bestzeit lief. Zweite wurde die Äthiopierin Shuru Diriba in 2:29:12 Stunden vor ihren Landsfrau Serkalem Abrah (2:32:09 Stunden) und Tiki Gelana (2:32:21 Stunden). Insgesamt beteiligten sich rund 30.000 Läufer an verschiedenen Rennen darunter erstmals auch ein Halbmarathon. 26 Bands munterten die Läufer mit heißer Musik auf.

10.000m Europacup - Jan Fitschen läuft EM-Norm, Mocki distanziert Miki (5.6.2010)

Beim 10.000 Meter Europacup in Marseille lief Jan Fitschen in seinem zweiten Bahnrennen nach seiner langen Verletzungspause auf Anhieb die Norm für die Europameisterschaften in Barcelona. Der Titelverteidiger setzte sich in 28:32,20 Minuten als Sechster des Laufs auch auf Platz 1 der deutschen Jahresbestenliste. Seine Chance seinen EM Titel zu verteidigen dürfte allerdings gering sein, denn der Cup Sieger Mo Farah aus Großbritanien lief 27:28,86 Minuten und ist damit der überragende Favorit für die Titelkämpfe im Sommer. Dennoch erfreulich: mit Christian Glatting, Musa Roba-Kinkal und Filmon Ghirmai haben nun bereits vier deutsche Läufer die geforderte Norm von 28:45 Minuten unterboten. Ein Schatten ihrer selbst war wie bereits beim London Marathon warum auch immer die Überfliegerin der letzten drei Jahre Irina Mikitenko. Während Sabrina Mockenhaupt in 31:23,86 Minuten als Zweite erneut überzeugen konnte, verfehlte die Wattenscheiderin in 32:48,96 Minuten als Neunte die EM-Norm deutlich. Es gewann die Portugiesin Ines Monteiro in 31:13,58 Minuten.

Deutsche Bestenliste 2010 Männer (Stand 5.6.2010):

28:32,20 Jan Fitschen 77 TV Wattenscheid 05.06. Marseille/FRA
28:40,18 Christian Glatting 86 TV Wattenscheid 01.05. Ohrdruf
28:41,36 Filmon Ghirmai 79 LAV asics Tübingen 01.05. Ohrdruf
28:41,90 Musa Roba-Kinkel 89 TV Wattenscheid 01.05. Ohrdruf
29:09,30 Sebastian Hallmann 77 LG Stadtwerke München 01.05. Ohrdruf
29:13,42 Philipp Pflieger 87 LG Telis Fin. Regensburg 01.05. Ohrdruf
29:27,85 Zelalem Martel 86 LG Neckar/Enz 01.05. Ohrdruf
29:30,41 Richard Ringer 89 VfB LC Friedrichshafen 01.05. Ohrdruf
29:57,82 Rico Schwarz 88 ASV Erfurt 01.05. Ohrdruf
30:09,81 Carlo Schuff 80 PST Trier 01.05. Ohrdruf}}

Deutsche Bestenliste 2010 Frauen (Stand 5.6.2010):

31:23,86 Sabrina Mockenhaupt 80 Kölner Verein f. Marathon 05.06. Marseille/FRA
32:48,69 Irina Mikitenko 72 TV Wattenscheid 05.06. Marseille/FRA
33:06,84 Simret Restle 84 PSV GW Kassel 01.05. Ohrdruf
33:30,25 Ingalena Heuck 86 LG Stadtwerke München 01.05. Ohrdruf
34:07,43 Christina Kröckert 89 TSV Bayer Leverkusen 01.05. Ohrdruf
34:11,45 Susi Lutz 87 LG Telis Fin. Regensburg 01.05. Ohrdruf
34:48,62 Anna Hahner 89 PSV GW Kassel 01.05. Ohrdruf
34:57,73 Carmen Siewert 72 Greifswalder SV 29.05. Güstrow
35:03,91 Corinna Harrer 91 LG Telis Fin. Regensburg 19.03. Regensburg
35:27.43 Christiane Pilz 75 1.LAV Rostock 01.05. Ohrdruf

Oslo Golden League - Weltjahresbestleistungen und Uraltrekord geknackt (4.6.2010)

Die Bislett Games in Oslo, eine Zwischenstation der Leichtathletik Diamond League sind bekannt für ihre hochklassigen Langstreckenrennen. Natürlich geht es um Punkte in der Diamond League Serie und damit auch um Geld und auch jeder Sieg bei den einzelnen Meetings bringt neben Prestige immerhin 10.000 Dollar. Die Mittel- und Langstreckenrennen erbrachten bei freundlicher Abendsonne einige Weltjahresbestleistungen. Über 3.000m Hindernis der Damen machten die Afrikanerinnen von Beginn an mächtig Dampf. Bei einem dreifachen Kenia-Triumph konnten die WM Dritte von Berlin Milcah Chemos Cheiywa in flotten 9:12,66 Minuten gewinnen. In diesem Rennen machte interessanterweise die Jamaikanerin Mardrea Hyman bis 1.800 Meter das Tempo. Man behauptet, das Läufer aus der Karibik nur sprinten könnten! (was natürlich Unsinn ist, es macht einfach keinen Sinn bei tropischer Hitze Langstreckentraining durchzuführen!). Die 800 Meter der Männer waren als Knüller angekündigt. Immerhin lag eine Leistung im Bereich des Weltrekordes in der Luft (1:41,11 Minuten, Wilson Kipketer, DEN, Ex-Kenia 1997). Der Kenianer David Rudisha traf auf den Sudanesen Abubaker Khamis Kaki. Der Arikameister und Afrika-Rekordhalter traf auf den zweifachen Hallenweltmeister. Und der forderte nach einer schnellen ersten Runde dem Favoriten auf der Zielgeraden noch alles ab. Doch Rudisha konnte sich in der neuen Weltjahresbestleistung von 1:42,04 knapp vor Kaki 1:42,23 Minuten durchsetzen. Das bedeutete auch neuen Meetingrekord, der seit 31 Jahren(!!!) von Sebastian Coe, GBR in 1:42,33 Minuten gehalten wurde. Der stark besetzte 5.000 Meter Lauf der Männer brachte zwar keine Weltjahresbestleistung aber immerhin blieben 10 Läufer unter der 13:00 Minuten Grenze! Im Feld konnte als einziger Weißer der US-Amerikaner Chris Solinsky mithalten. Er unterbot am 1. Mai mit 26:59,60 Minuten in Stanford als erster Weißer die 27:00 Minutengrenze. Doch den US-Rekord schnappte ihm im Rennen der Ex-Kenianer und Doppelweltmeister Bernard Lagat vor der Nase weg. Als Dritter des Rennens unterbot er die Marke von Dathan Ritzenheim (Zürich 2009, 12:56:27 Minuten) um über zwei Sekunden. Chris Solinsky verpasste sie als Sechster des Rennens in 12:56,66 Minuten nur knapp. Sieger wurde in einem spannenden Finale auf der Zielgeraden der Äthiopier Imane Merga in persönlicher Bestzeit von 12:53,81 Minuten hauchdünn vor Landsmann Tariku Bekele, dem Bruder des verletzten Weltrekordlers Kenenisa Bekele. Als Elfter konnte der für den Qatar startende frühere 3.000m Hindernis Weltmeister und Weltrekordler Saif Saaeed Shaheen (alias Henry Cherono) zwar nicht die 13:00 Minuten Barriere unterbieten, der Ex-Kenianer konnte aber dennoch nach langer Verletzungspause ein vielversprechendes Come-back feiern. Er möchte nun auf der Hindernisstrecke wieder eingreifen. Die abschließende Meile der Männer gewann der 1.500 Meter Olympiasieger Asbel Kiprop aus Kenia in neuer Jahresweltbestleistung von 3:49:56 Minuten.

3.000m H Frauen:
1 CHEIYWA, Milcah Chemos KEN 9:12.66
2 KIPKEMOI, Gladys Jerotich KEN 9:16.21
3 ROTICH, Lydia Jebet KEN 9:18.03
4 ASSEFA, Sofia ETH 9:23.45
5 FRANKIEWICZ, Wioletta POL 9:25.77
6 KOWALSKA, Katarzyna POL 9:31.16
7 BOBOCEL, Ancuta ROU 9:34.63
8 MUENI, Elizabeth KEN 9:36.92
9 DUARTE, Sophie FRA 9:37.82
10 GRØVDAL, Karoline Bjerkeli NOR 9:39.54
  5.000m Männer:
1 MERGA, Imane ETH 12:53.81
2 BEKELE, Tariku ETH 12:53.97
3 LAGAT, Bernard USA 12:54.12
4 ROTICH, Lucas Kimeli KEN 12:55.06
5 CHEPKOK, Vincent Kiprop KEN 12:56.32
6 SOLINSKY, Chris USA 12:56.66
7 BEZABEH, Alemayehu ESP 12:57.25
8 KISORIO, Matthew Kipkoech KEN 12:57.83
9 DABA, Bekana ETH 12:58.51
10 KOMON, Leonard Patrick KEN 12:59.15
11 SHAHEEN, Saif Saaeed QAT 13:00.31
12 SOI, Edwin Cheruiyot KEN 13:07.70
13 SALEL, Daniel Lemashon KEN 13:08.23
14 KIPCHOGE, Eliud KEN 13:09.89
15 KUMA, Abera ETH 13:10.89
16 BIWOTT, Yusuf Kibet KEN 13:15.33
17 ABSHIRO, Ayele ETH 13:18.38
     
800m Männer:
1 RUDISHA, David KEN 1:42.04
2 KAKI KHAMIS, Abubaker SUD 1:42.23
3 LEWANDOWSKI, Marcin POL 1:44.56
4 RIMMER, Michael GBR 1:44.98
5 YEGO, Alfred Kirwa KEN 1:45.14
6 SOM, Bram NED 1:45.21
7 KSZCZOT, Adam POL 1:45.75
8 ROTH, Thomas Arne NOR 1:48.79
9 CHOGE, Augustine Kiprono KEN 1:50.03
  Meile Männer:
1 KIPROP, Asbel KEN 3:49.56
2 GEBREMEDHIN, Mekonnen ETH 3:49.83
3 GATHIMBA, Gideon KEN 3:50.53
4 TANUI, William Biwott KEN 3:50.75
5 LALANG, Boaz KEN 3:52.18
6 MEKONNEN, Deresse ETH 3:53.52
7 RONO, Geoffrey Kipkoech KEN 3:54.37
8 VAN DER WESTHUIZEN, Peter RSA 3:54.90
9 AL GARNI, Mohammed QAT 3:55.50
10 HIGUERO, Juan Carlos ESP 3:56.71
11 HOLUŠA, Jakub CZE 3:56.75
12 BADDELEY, Andrew GBR 4:00.66

 

Sabrina Mockenhaupt mit exzellentem 5.000 Meter Test in Hengelo (30.5.2010)

Sabrina Mockenhaupt hat die Qualifikation für die 10.000 Meter für die EM in Barcelona bereits in der Tasche. Nun unterbot die Marathonläuferin, die in diesem Jahr auf die Unterdistanz auf der Bahn setzt, beim Sportfest im niederländischen Hengelo in ausgezeichneten 15:06,93 Minuten auch die Norm über 5.000 Meter und sieht ihrem Start beim Europacup über 10.000 Meter am 5.Juni in Marseille zuversichtlich entgegen. Das Rennen gewann überlegen die Äthiopierin Meseret Defar in schnellen 14:38:87 Minuten.

Ergebnisse 5.000m:
1. DEFAR, Meseret ETH 14:38.87
2. ANTENEH, Emebeth ETH 14:56.88
3. CHEMTAI, Esther KEN 14:57.16
4. MOREIRA, Sara POR 14:59.54
5. MOCKENHAUPT, Sabrina GER 15:06.93
6. KIPLAGAT, Florence KEN 15:14.38
7. UTURA-GEDO, Sule ETH 15:16.31
8. YALEW, Genet ETH 15:18.29
9. KIROS, Aheza ETH 15:19.96
10. ROMAGNOLO, Elena ITA 15:23.92

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